Dienstag, 16. Juni 2015

Cluster-Kopfschmerz - leiden Sie auch?




Cluster-Kopfschmerz - leiden Sie auch? 
Merkmal:
Stark, stechend und nur auf einer Seite des Kopfes

Den nachfolgenden Artikel habe ich einer Zeitschrift entnommen:

Schätzungen zeigen: Etwa 150.000 Deutsche leiden unter Cluster-Kopfschmerz, einer der schwersten Kopfschmerzarten überhaupt. Für extrem Betroffene gibt es jetzt eine neue Therapie.

Stark, stechend und nur auf einer Seite des Kopfes, so kommen die Cluster-Qualen daher. Ebenso typisch: Der Schmerz tritt plötzlich, vor allem hinter dem Auge und der Schläfe, auf. Die Mehrzahl der Patienten leidet in erster Linie im Frühjahr oder Herbst unter der Krankheit. Meist häufen sich die Attacken nachts - sie können von 15 Minuten bis zu 3 Stunden dauern. Im Anschluss an einen Schub passiert oft viele Monate oder gar Jahre nichts mehr. 

Im akuten Fall bekommt der Patient Sauerstoff, den er bei den ersten Anzeichen einer drohenden Attacke inhaliert. Daneben kommen Sprays mit Triptanen zum Einsatz, also Wirkstoffe gegen Migräne, sowie diverse Medikamente zur Vorbeugung. Damit bekommen viele das Leiden in den Griff, aber eben nicht alle. 

Ein Implantat kann dann Abhilfe schaffen: "Die SPG-Sonde ist so groß wie die Feder eines Kugelschreibers", erläutert Dr. Andreas Böger, Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin und Leiter des Cluster-Kopfschmerz-Competence-Center (CCC) am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel. Sie wird über einen kleinen Einschnitt außerhalb der Zahnreihe am Kieferhöhlenknochen in die Wange des Patienten eingesetzt. 

Nach der OP programmiert der Arzt das Implantat nach den Bedürfnissen des Patienten. Anschließend kann dieser sich dann im Schmerzfall eine Fernbedienung, ähnlich einem Mobiltelefon, an die Wange halten. Damit löst er die Sonde aus: Ihr Signal stimuliert ein spezielles Nervenbündel hinter dem Wangenknochen. Dadurch werden weniger Nervenbotenstoffe freigesetzt, die bei der Übertragung der Schmerzimpulse eine Rolle spielen. Schon nach 15 Minuten ist eine Linderung möglich, viele Patienten werden sogar komplett beschwerdefrei.  

Ich (73 Jahre alt) hatte nie in meinem Leben Kopfschmerzen. Sie traten erstmals im Frühjahr d. J. auf und quälten mich 4 Tage und Nächte, bis ich einen Arzt aufsuchte. Bei mir fing der Schmerz hinter dem linken Auge, das sofort tränte,  an und bewegte sich wellenmäßig über die gesamte linke Kopfhälfte bis zum Halsansatz. Mit den entsprechenden Medikamenten habe ich den Schmerz nun im Griff, der, wie beschrieben, meist in der Nacht auftritt.
Dorothee Sargon    




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